Die Historie der CDU Reckenfeld
Karl Josef Laumann gratulierte 1996 zum
50-jährigem Jubiläum
| Nachkriegszeit | 50er Jahre | 60er Jahre | 70er Jahre | 80er Jahre | 90er Jahre | 2000 | Heute |
Eine gute Zusammenfassung der Historie der Reckenfelder Ortsunion wurde anlässlich der 50 Jahr-Feier von Manfred Scharpenberg vorgetragen:
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe
Parteifreunde,
- 50 Jahre CDU Reckenfeld - ein Anlass, auch einmal zurückzublicken und Erinnerungen aufzufrischen. Dabei stößt man auch auf Namen aus der ersten Zeit, die vielleicht schon in Vergessenheit geraten sind.
... Die Suche nach einem genauen Gründungsdatum war
leider vergebens, denn ein Protokoll oder ähnliches fehlt. Die Gründer hatten damals bei den
chaotischen Zuständen der ersten Nachkriegszeit und der Räumung halb Reckenfelds wohl andere
Sorgen als die Führung ausgiebiger Akten.
Es gibt ein Schreiben des britischen
Kreiskommandanten vom 20.08.1945, in welchem er kurz und bündig mitteilt, dass Parteien wieder
zugelassen und Wahlen stattfinden sollten und es wurde ein Bericht des damaligen Rektors und
späteren Pastors Müller gefunden, in welchem dieser niedergeschrieben hat, am 20.01.1946
habe eine interne Besprechung wegen Gründung einer "christlichen Partei Ortsgruppe" stattgefunden.
Wörtlich: "Der Rektor (also er) hat an den ersten Besprechungen teilgenommen, bis die christliche
Partei stand".
Wie waren nun die Verhältnisse nach Kriegsende?
Ostern 1945 -01.04.1945- war in Reckenfeld mit dem Einmarsch
und nach einigen wenigen Einschüssen aus Panzergranaten der Krieg zu Ende...
Schon im Mai '45
kam die Quittung, denn am 16.05.45 musste der halbe Ortsteil geräumt werden. Es wurde ein Lager
für Polen eingerichtet, sogenannte DP's, die vor ihrer Rückführung in ihre Heimat hier
untergebracht wurden.
Die Militärregierung hatte den Bäckermeister Hermann Heimsath zum
Bürgermeister bestimmt.
Alle Bemühungen der Kirchen, des Bürgermeisters, Männern und Frauen
der ersten Stunde halfen nichts, die Räumung wurde angeordnet, nur die Modalitäten z.B. Termine
und Zeitabläufe konnten beeinflusst werden.
Es begann die Zeit der Hilfsausschüsse,
Wohnungskommissionen und Entnazifizierungsausschüsse.
Die Bürgermeister der ersten
Nachkriegszeit hatten viele Aufgaben. Sie mussten für die wirklich notleidende Bevölkerung sorgen
und durften dem Militärkommandanten nicht zu nahe treten, denn dann erreichten sie nichts
mehr.
Die äußeren Bedingungen waren ungünstig. Einmal schrieb der Bürgermeister an die
Militärregierung, ob er wohl ein von der Wehrmacht bei Beckermann zurückgelassenes Auto bekommen
könne. Es habe zwar keine Räder, aber man werde für die Gangbarmachung selbst sorgen. Der
Ausgang dieser Angelegenheit ist leider nicht dokumentiert.
Am 17.07.1945 benannte der
Bürgermeister dem Amtsbürgermeister Oberregierungsrat Braschoss Personen für einen
Gemeindebeirat links der Ems.
Von der Militärregierung wurden dann berufen und bestätigt:
Franz Sperling, Gerhard Thünemann, Richard Woblik und Hermann Heimsath
benannt als "Chairman". Von Parteizugehörigkeit war nicht die Rede, man kann jedoch davon
ausgehen, dass damals schon Zentrum, SPD und auch die neue Kraft CDU zu erkenne war. Auffällig: es
fehlte die KPD.
Am 23.01.1946 berief die Militärregierung Herrn Philip Runge als Gemeindebeirat. Er wurde am 24.02.1946 eingeführt.
Die täglichen Probleme waren:
- geräumter Ortsteil
- Übergriffe der Bewohner des Lagers
- Wohnungsnot
- menschenunwürdige Unterbringungen
- Bitten um Zuteilung von Pferdefutter
- beschlagnahmte Wohnungen und Räume
Am 15.09.1946 kam es dann zur 1. Wahl in links der Ems, gewählt wurden 8 CDU, 4 SPD und 3 Zentrum. Es fehlte wiederum die KPD. Aus Reckenfeld wurden gewählt: Grohe, Woblik, Kleffken und Eixler, also alle 4 SPD-Vertreter im Rat. Für die CDU Max Eisele, Josef Beckermann. Bürgermeister für links der Ems wurde der Bauer Howest-Engberding.
Vorsitzender der CDU war seit der Gründung Anfang 1946 Adolf Schütt.
von 1946-1948 vertrat Josef Bender die CDU Reckenfeld in der
Amtsvertretung. Kaspar Scharpenberg vertrat die CDU im Kreistag.
Die Sorgen und Nöte
bleiben die gleichen. Nachdrücklich setzten sich unsere Vertreter auf allen Ebenen für die
Räumung des Lagers ein.
Die Reckenfelder CDU bemühte sich auch darum, dass der Bürgermeister
aus dem Ortsteil Reckenfeld kommen sollte und nicht mehr aus der Bauernschaft.
Im Herbst 1947
war das dann soweit, gewählt wurde als Bürgermeister Anton Massing, der am 03.08.1947 auch
schon den Vorsitzenden der CDU abgelöst hatte.
Der Vorstand bestand damals aus:
- Massing 1. Vorsitzender
- Eisele 2. Vorsitzender
- Scharpenberg Schriftführer
- Rolfes Kassierer
und den Beisitzern Ballmann, Bender, Simon und Frau Hagen
Die alten Akten
deuten auf Probleme mit einigen Vorstandsmitgliedern hin, die dazu führten, dass die Herren
Schütt und Massing wohl zum Zentrum übertreten.
Nach innerparteilichen Querelen
und relativ kurzer Amtszeit des Vorsitzenden Massing wurde der Vorstand am 16.02.01948 neu
gewählt:
- Scharpenberg 1. Vorsitzender
- Heinrich 2. Vorsitzender
- Wagner Schriftführer
- Rolfes Kassierer
Schon am 06.05.1948 löste Karl Bayer den Schriftführer Wagner
ab.
Intensiv wurden vom neuen Vorstand alle politischen ebenen eingeschaltet, um die Räumung ,
das Hauptanliegen, zu erreichen. Es wurden Schrieben an den Landtagspräsidenten Gockeln gerichtet,
Treffen mit dem Ministerpräsidenten Arnold in Rheine auf Vermittlung des
Kreisgeschäftsstellenleiters Rook in Rheine arrangiert und alle Verbindungen genutzt.
Umfangreich bereitete der Vorstand dann die Wahlen am 17.10.1948 vor.
Gewählt wurden:
- Walter Heinrichs
- Kaspar Scharpenberg CDU
ferner:
- Friedrich Grohe
- Auguste Stäblein SPD
alle in direkter Wahl und über die
Reserveliste nun erstmalig Philip Runge für die KPD.
Bürgermeister wurde Kaspar Scharpenberg
CDU, der auch Vorsitzender der Partei blieb.
In die Amtsvertretung wurden
- Scharpenberg CDU
- Grohe SPD
- Brinkmeyer Zentrum
- Rolfes Kassierer
gewählt und in den Kreistag Kaspar Scharpenberg.
In dieser Zeit fiel die Währungsreform und der Umtausch des Geldes in den
Räumen des Geschäftes Schlick.
Ende 1949 kam dann die erlösende Zusage der Räumung zu
Weihnachten 1949. Natürlich brachte das für den Bürgermeister erhebliche, wenn auch erfreuliche
Arbeit: jedes beschlagnahmte Haus wurde einzeln abgenommen und freigegeben nach Besichtigung durch
den britischen Verbindungsoffizier und den Bürgermeister jeweils mit Protokoll. Die Beseitigung
des Nachlasses der Polen nahm viel Zeit in Anspruch. Der Müll türmte sich an den Straßen und die
Häuser mussten durch einen Kammerjäger von Ungeziefer befreit werden. Aber was war das gegen die
Freude über die Räumung des Lagers. Die Räumung wurde im Mai 1950 mit einem großen Volksfest
gefeiert - 5 Jahre nach dem Befehl zur Räumung.
Die Probleme, die damals in
Generalversammlungen besprochen wurden, waren sehr grundsätzlicher und lebensnotwendiger
Art:
- Besetzung einer Arztstelle und Errichtung einer Apotheke
- Straßenerneuerung
- Straßenbeleuchtung
- Müllabfuhr
- Ungezieferbekämpfung
- Fernsprechstelle
- Bekanntmachungstafeln
- Überschwemmung der Wege in B
- Feststellung der von den Polen hinterlassenen Schäden
Im Dezember 1950 wurde mit der Planung für den damaligen Dorfplatz begonnen
und die sogenannte alte Schule an der Grevener Straße wurde renoviert.
Auf der
Generalversammlung am 19.03.1950 wurde der Bau einer Straße nach Emsdetten begrüßt und die Frage
der Eingemeindung nach Greven sehr reserviert aufgenommen. Wasserversorgung wurde als wichtiger
Vorteil bezeichnet.
1951 wurde der Parteivorstand bestätigt.
In der damaligen Zeit wurden
viele Projekte angedacht. Man konnte schon wieder andere als nur lebensnotwendige Dinge
angehen,
- die Leichenhalle war fertig,
- der Ausbau des Dorfplatzes wurde begonnen
- die Grundschule wurde umgebaut.
Das Jahr 1952 brachte in der Partei
erhebliche Veränderungen: der 1. Vorsitzende und Bürgermeister Scharpenberg starb im
September 1952 und am 10.08.1952 war der Zusammenschluss Greven links der Ems und rechts der Ems
mit dem Stadtkern wirksam geworden.
Damit war die Selbständigkeit beendet, die folgenden
Bürgermeister hatten die Funktion eines Stellvertreters, bzw. Vorsitzenden des Bezirksausschusses
und damit eine wesentlich schwächere Position.
Von der Partei wurde Karl Bayer zum
Vorsitzenden gewählt und bekleidete dieses Amt bis Ende 1976, damit war er - am 06.05.1948
erstmals in den Vorstand gewählt -, über 28 Jahre im Vorstand tätig.
Bei der Kommunalwahl im November 1952 wurden gewählt:
- Lothar Fabian
- Heinrich Brinkmeyer CDU
ferner:
- Fritz Grohe
- Auguste Stäblein SPD
Auch in die Amtsvertretung wurden beide CDU-Vertreter direkt gewählt. In den
Kreistag gewählt wurde August Ernst.
Lothar Fabian wurde stellvertretender
Bürgermeister, Quasi für Reckenfeld und bleib es bis 1969.
Mit dem Zusammenschluss der Grevener Gemeinden außer Gimbte, zu einer Stadt waren auch
für das politische Leben einschneidende Veränderungen eingetreten.
Die selbständige Gemeinde
links der Ems mit einem Bürgermeister aus dem Siedlungsschwerpunkt Reckenfeld hatte naturgemäß
bessere Einflussmöglichkeiten. Die vorher üblichen Verwaltungstätigkeiten des Bürgermeisters
wurden abgeschafft, er hatte auch kein Dienstsiegel mehr.
Unsere Ratsvertreter mussten sich im
neuen Stadtparlament durchsetzen, was ihnen auch gelang.
Viele Projekte wurden in den 50er und
60er Jahren angegangen und fertiggestellt z.B.
- die Erweiterung der Grundschule um 4 Klassen
- das Projekt Entwässerung mit dem Grabensystem,
- die Verbesserung der Straßenverhältnisse und der Straßenbeleuchtung,
- Bemühungen um Arbeitsplätze durch Ansiedluch von Betrieben,
- Ausweisung von Baugebieten, insbesondere der Heimstättensiedlung,
- Sportplatzbau.
Am 28.10.1956 wurden dann in den Rat Heinrich Wildemann direkt und Lothar Fabian über die Reserveliste gewählt. Frau Stäblein von der SPD hatte sich mit 4 Stimmen Vorsprung durchgesetzt. Lothar Fabian wurde auch in den Kreistag gewählt.
Die Kommunalwahl am 19.03.1961 brachte der CDU wieder 2 Direktmandate in
Reckenfeld, nämlich Lothar Fabian und Heinrich Wildemann.
Beide sollten
Reckenfeld viele Jahre, nämlich gemeinsam bis 1969 und Heinrich Wildemann noch bis 1975
vertreten.
In den Kreistag wurde Heinz Dringenberg gewählt.
Aus den 60er Jahren sind
als Projekte hervorzuheben:
- die Turnhalle
- der Kanalbau -Entwässerung-
- die Wasserversorgung
- der ev. Kindergarten
- neben vielen anderen Vorhaben, die angestoßen wurden.
Bei der Kommunalwahl am 27.09.1964 wurden wiederum
- Heinrich Wildemann direkt
- Lothar Fabian über die Reserveliste (ihm fehlten 40 Stimmen) gewählt.
In den Kreistag wurde wiederum Heinz Dringenberggewählt.
Die Kommunalwahl am 09.11.1969 brachte mit 3
CDU-Leuten eine starke Vertretung der Reckenfelder CDU im Stadtrat. Zwar wurde nur 1 von 3 Bezirken
direkt geholt, nämlich Heinrich Wildemann, darüber hinaus kamen noch B. Schrölkamp
und Arthur Hegel über die Reserveliste in den Rat und Lothar Fabian war als
sachkundiger Bürger tätig.
Den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters übernahm
Heinrich Wildemann. Die Zeit Fabian war damit zu Ende.
1969 wurde Heinrich
Schweitzer in den Kreistag gewählt und vertrat unsere Gemeinde dort bis 1975.
Festzustellen
ist seit 1965, insbesondere aber 1969 eine stärkere Verschiebung der Stimmenanteile zur SPD, denn
es gelang nur noch, jedenfalls in der Regel, einen Wahlbezirk direkt zu holen, wenn auch die
Ergebnisse häufig sehr knapp waren.
In den 70er Jahren waren größere
Projekte
- Schulerweiterung
- Kindergartenbau
- Planung Grüner Grund
- Ausbau Grevener Straße und Verbindung nach Greven 1978
- Erweiterung und Umbau Marienfried
- Beginn der Gasversorgung
- Beginn der Erschließung Industriepark bis 1992
- Evangelisches Gemeindezentrum
Die Kommunalwahl am 04.05.1975 ergab für Reckenfeld wiederum 3 CDU-Mandate, 1 direkt und 2 über die Reserveliste
- Bernd Sickmann
- Sissi Maßmann
- Jürgen Diesfeld wurden gewählt
Mit dieser Wahl war ein
Generationswechsel eingetreten, neue jüngere Mitglieder traten an.
Bernhard Sickmann
wurde stellvertretender Bürgermeister.
In der Generalversammlung am 22.11.1976 wurde
Gottfried Kroll zum 1. Vorsitzenden gewählt, da Karl Bayer nach 24 Jahren
Vorsitzzeit nicht mehr antrat. Auch im Vorstand wurde damals ein Wechsel auf fast allen Positionen
vollzogen.
Bei der Kommunalwahl am 30.09.1979 hatte Reckenfeld erstmals 4 Wahlbezirke. Leider konnte auch bei dieser Wahl nur ein Bezirk direkt gewonnen werden, wenn auch sehr knapp und es kamen in den Rat
- Bernd Sickmann
- Josef Block
- Herbert Runde
- Gerd Strotmann
Es war zu spüren, dass in Reckenfeld wohl endgültig
eine politische Wende eingetreten war. Viele Jahre mit guten Ergebnissen aufgrund guter Arbeit im
nicht immer einfachen Gerangel um Projekte und Verbesserungen in unserem Ort, kamen mehr dem
politischen Gegner als uns zu Gute.
Unsere Vertreter haben sich auch Ende der 70er und in den
80er Jahren für größere Projekte engagiert und mit der CDU-Mehrheit im Rat durchgesetzt.
Zu
erinnern ist an
- die Schulerweiterungen Haupt- und Grundschule
- die Friedhofserweiterung mit einer sehr schönen Friedhofskapelle
- das Feuerwehrhaus
- die Walgenbachturnhalle
- die Industrielanderschließungen und die Ansiedlungen von Betrieben
1981 übernahm für wenige Monate Herr Schäper das Amt des Vorsitzenden, wurde aber bald durch Karl-Heinz Rogner abgelöst der bis 1992 Vorsitzender blieb.
Leider setzte sich allerdings der Trend in Reckenfeld fort und bei der Kommunalwahl am 29.08.1984 gingen alle 4 Bezirke an die SPD, wenn auch in 2 Bezirken äußerst knapp. Dennoch, im Rat vertreten uns
- Josef Block
- Manfred Czekalla
- Bernhard Sickmann
- Gerd Strotmann und leisteten sehr erfolgreiche Arbeit.
1984 verlor die CDU im Rat der
Stadt die absolute Mehrheit, nachdem sie 35 Jahre die tragende Kraft war. Die politische Arbeit
wurde immer schwieriger.
Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang der CDU im Stadtgebiet von
54% im Jahre 1979 auf 48,5% im Jahre 1984 war sicher auch der große Erfolg der Grünen, die
erstmals antraten und 10,4% holten. Das beste Ergebnis in der Stadt erzielten sie im Deutschen Haus
in Reckenfeld.
Zu erwähnen sind aus dieser Zeit als neue Maßnahmen die Planung und der Bau der
Walgenbachsporthalle sowie die Schulerweiterung.
Auch bei der Kommunalwahl 1989 setzte sich der Trend fort. Alle 4 Bezirke gingen wieder an die SPD. In den Rat kamen
- Josef Block
- Manfred Czekalla
- Gerd Strotmann
1992 übernahm Bernd Mühring den Parteivorsitz von Karl-Heinz Rogner bis 1994.
Für die Partei wurden die Zeiten schwieriger, denn das festgefasste Wahlverhalten der Reckenfelder brachte auch bei der Kommunalwahl 1994 kein Direktmandat und nur noch 2 Ratsmitglieder:
- Josef Block
- Franz-Josef Holthaus
sowie
- Annelie Meier
- Manfred Czekalla
als sachkundige Bürger
Erfreulich, dass mit Karl-Heinz Brockkötter wieder ein Reckenfelder in den Kreistag einzog.
1994 übernahm Dietmar Meier kommissarisch die Arbeit des Parteivorsitzenden, bis 1995 der neue Vorsitzende Gerd Strotmann gewählt wurde.
Die Kommunalwahl am 12.09.1999 brachte ein schon fast sensationelles Ergebnis für die Reckenfelder Ortsunion. Mit 3 Direktmandaten landete die CDU das beste Ergebnis in ihrer 50-jährigen Geschichte in Reckenfeld. In den Rat kamen
- Josef Block
- Gisela Reinker
- Franz Josef Holthaus
ferner
- Annelie Meier
- Manfred Czekalla
- Siegfried Lattner
als sachkundige Bürger
Noch
bemerkenswerter war der Wahlsieg von Ilona Weigel, die als Newcomer nach vielen Jahren
wieder den Wahlkreis für den Kreistag direkt gewinnen konnte. Für alle Beteiligten war das eine
unvergessene Wahlnacht.
Der Wähler honorierten damit die Arbeit unserer Vorstände und
Ratsherren , die sich den Problemen stellen und wesentlichen Anteil an der Entwicklung unseres
Ortes haben. Wichtige und große Projekte dieser Periode sind:
- Radweg Steinfurter Strasse
- Busverbindung Greven-Reckenfeld im Halbstundentakt
- die Errichtung eines neuen Sportgeländes am Wittler Damm
- Parkplätze für die Freilichtbühne
- Wohngebiet Bebauungsplan Wittler Damm und Moselstrasse
- Ansiedlung des Lidl-Marktes
- Kreisverkehr am Jägerweg
- Ansiedlung der Fa. Egeplast
Zum 30. April 2003 endete altersbedingt die Amtszeit von Egon Koling. Bei der anschließenden Bürgermeisterwahl am 11. Mai 2003 konnte der CDU-Kandidat Dr. Olaf Gericke im ersten Wahlgang mit 50,3% die Entscheidung herbeiführen.
Ende 2003 endete aus gesundheitlichen Gründen auch der Vorsitz von Gerd Strotmann. Mit Egon Koling konnte die Reckenfelder Ortsunion den ehemaligen Bürgermeister für das Amt des neuen Vorsitzenden gewinne.
Die Europawahl am 13. Juni 2004 konnte der CDU-Kandidat Dr. Markus Pieper klar für sich entscheiden. Auch bei dieser Wahl konnte die Reckenfelder CDU in allen vier Wahllokalen den höchsten Stimmenanteil für sich verbuchen.
Bei der Kommunalwahl 2004 gewann die CDU Reckenfeld zum ersten Mal alle vier Wahlkreise direkt, so dass wiederum vier Reckenfelder
- Gisela Reinker
- Franz Josef Holthaus
- Siegfried Lattner und
- Andreas Hajek
im Rat vertreten sind.
Landrat Thomas Kubendorff wurde mit einem sehr guten Wahlergebnis wiedergewählt und Ilona Weigel konnte, wie in der vorangegangenen Wahlperiode wieder in den Kreistag einziehen.
Bei der Landtagswahl am 22. Mai 2005 konnte die Abgeordnete unseres Wahlkreises, Hannelore Brüning, mit einem sehr guten Wahlergebnis in den Landtag einziehen. Der langjährige Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises, Karl-Josef Laumann wurde zum Arbeits- und Sozialminister in die neu gewählte Landesregierung berufen. Die seit 39 Jahren in NRW regierende SPD erlebte solch herbe Verluste, dass noch am Wahlabend vom Bundeskanzler und vom SPD-Parteivorsitzenden vorzeitige Bundestagsneuwahlen verkündet wurden.
Leider konnten die guten Ergebnisse der vorherigen Wahlen wider Erwarten bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 nicht erzielt werden. Der Wahlkreis 129, zu dem auch Reckenfeld gehört, wird erstmals seit 1949 durch keinen eigenen CDU-Bundestagskandidaten vertreten.
Mit Beginn des Jahres 2006 wird die Fertigstellung des DHL-Logisti-Centers mit über 250 Arbeitsplätzen sowie die Erweiterung des Regenrückhaltebeckens und der Ausbau des Walgenbaches im Rahmen des Generalentwässerungsplanes die wesentlichsten Auswirkungen auf die weitere Entwicklung Reckenfelds haben.